Verfahren
Was ist Thermoholz?
Holz, das durch thermische Verfahren (Hochtemperaturbehandlung) gezielt in seinen Eigenschaften verändert wird. Dabei werden durch hohe Temperaturen (170 bis 230°C) und ohne Zusatz von Hilfsstoffen die notwendigen Eigenschaften eingestellt. Welche Vorgänge laufen dabei im Holz ab? Unter dem Einfluss der Hitze und Feuchtigkeit wird der Zellwandaufbau so verändert, daß die Möglichkeit der Wasseraufnahme entscheidend verringert wird. Die so genannten Hemicellulosen (kurzkettige Zuckerbausteine) werden abgebaut. Durch die verringerte Wasseraufnahme des Holzes verschlechtern sich die Wachstumsbedingungen für Pilze und dadurch verbessert sich die Dauerhaftigkeit des Holzes. Die nach der Behandlung im Holz verbleibenden Elemente der Hemicellulosen schliessen freiwerdende Hohlräume in den Zellwänden und vernetzen beim Abkühlen des Holzes. Der Farbton des Holzes verändert sich durch die thermische Behandlung. Das Holz wird durch die thermische Behandlung spröder und verliert an Festigkeit.
Temperatur ersetzt Chemie Das Grundprinzip große Hitze zur Haltbarkeitsverlängerung von Holz einzusetzen ist ein uraltes. Schon im 19 Jahrhundert haben unsere Vorfahren die Kanten von Zaunpfählen im Feuer angebrannt um die Haltbarkeit zu verlängern. In der High-Tech Hochtemperaturanlage läuft ein ähnlicher Prozess unter kontrollierten Bedingungen. Schnittholz wird dabei bis zu 220 Grad Celsius erhitzt. Der gesamte Vorgang dauert zwischen 50 und 80 Stunden, und umfasst eine Aufheiz-, Behandlungs-, Stabilisierungs- und Abkühlphase. Dabei entweichen Wasser und die leicht flüchtigen Inhaltsstoffe.
Unter dem Einfluss von Wärme und Feuchtigkeit werden die Zellwände verändert. Die Hemicellulose (kurzkettige Zuckerbausteine) wird dabei teilweise abgebaut und die Wasseraufnahme und die Wachstumsbedingungen für Pilze dadurch verschlechtert. Harze und andere Holzinhaltsstoffe werden aus dem Holz "ausgetrieben". Neue Eigenschaften wie dunkle Farbtöne, Dauerhaftigkeit und Dimensions-stabilität sind das Ergebnis der Behandlung. Das Verfahren funktioniert rein thermisch, ohne Zuhilfenahme chemischer Substanzen.

Thermisch währt am längsten
Was sich bisher nur durch den Einsatz von Chemikalien (Imprägnierungen, Tränkverfahren) erreichen ließ, erübrigt sich bei Thermoholz: Durch die Hochtemperaturbehand
lung wird die Haltbarkeit wesentlich verlängert. Dabei zeigt der Werkstoff eine erhöhte Resistenz gegen Pilzbefall und Witterungseinflüsse. Thermoholz wird durch diese Behandlung gleich beständig wie das robuste Teak-Holz. Die in der Thermobehandlung erzielten Eigenschaften gelten auch für das Innere des Holzes. Stirnseiten, Kappstellen und Bohrungen haben daher denselben Schutz wie die Oberfläche.

Achtung!
Thermoholz ist nicht gleich Thermoholz!
Das Wort Thermoholz bedeutet lediglich das es sich um Holz handelt welches thermisch behandelt wurde, sagt aber nichts über das Endprodukt aus, gerade hier aber gibt es wichtige Unterschiede. Welche Holzart wird thermisch behandelt und vor allem auf welche Verfahrensweise! Nach dreijähriger Forschungsarbeit ist es erstmalig gelungen, ein thermisches Verfahren zu entwickeln und damit die Esche, als Thermoesche in die höchste Haltbarkeitsstufe umzuwandeln. Auch andere Holzarten mit anderen thermischen Verfahren wurden erforscht und sind hier zu weiteren innovativen Ergebnissen gekommen. Das Ergebnis sind verschiedene Endprodukte für verschiedene Einsatzgebiete. Besonders interessant ist die Tatsache, dass sich auch gezielt verschiedene Farbabstufungen einstellen lassen.

Welche Vorgänge laufen dabei im Holz ab?
Unter dem Einfluss der Hitze und Feuchtigkeit wird der Zellwandaufbau so verändert, dass die Möglichkeit der Wasseraufnahme entscheidend verringert wird. Die sogenannten Hemicellulosen (kurzkettige Zuckerbausteine) werden abgebaut. Durch die verringerte Wasseraufnahme des Holzes verschlechtern sich die Wachstumsbedingungen für Pilze und dadurch verbessert sich die Dauerhaftigkeit des Holzes. Die nach der Behandlung im Holz verbleibenden Elemente der Hemicellulosen schließen freiwerdende Hohlräume in den Zellwänden und vernetzen beim Abkühlen des Holzes. Der Farbton des Holzes verändert sich durch die thermische Behandlung. Das Holz wird durch die thermische Behandlung spröder und verliert an Festigkeit, alleine diese Tatsache erlaubt es leider nicht, Thermoholz als Konstruktionsholz zu verwenden, ist aber für andere Einsatzgebiete nicht von großer Bedeutung.

Welche Möglichkeiten eröffnen sich mit unserem Thermoholz? Die von uns erzeugte Thermoesche ist durch die Thermobehandlung als sehr dauerhaft (Klasse 1) einzustufen und erlaubt somit den Einsatz im Außenbereich. Esche erhält durch die Thermobehandlung einen wunderschönen goldigen Farbton, und eignet sich hervorragend für den Möbelbau. Bei der Eiche können wir Farbtöne erzeugen, die eine denen der Räuchereiche oder der seltenen Mooreiche entsprechen. Welche neue Eigenschaften weist Thermoholz auf?
Zusammenfassend lassen sich folgende positive Eigenschaften nennen:
Erhöhte Dauerhaftigkeit (gegen Pilzbefall und Witterungseinflüsse) – auch im Inneren des Holzes
Verringertes Quell- und Schwindmaß (Quellungsvergütung beträgt je nach Holzart und Behandlungsstufe bis zu 70%)
Erhöhte Dimensionsstabilität Abbau innerer Spannungen des Holzes. Ausgleichsfeuchte des Holzes wird reduziert, d.h. bei gleichem Umgebungsklima stellt sich bei Thermoholz eine um bis zu 70% geringere Holzfeuchte gegenüber unbehandeltem Holz ein.
Neue Farbtöne können erzeugt werden, die von einem warmen Braunton bis zum Schwarz der Räuchereiche reichen.
Alle Farbänderungen sind durchgängig und homogen über den Querschnitt.
Geringfügig bessere Wärmedämmeigenschaften als unbehandeltes Holz.

Wie stellen sich die Eigenschaften der Holzarten im Vergleich zueinander dar?
Holzart
Dauerhaftigkeits-klasse (1,2)
Holzausgleichsfeuchte bei 20°C/65% (3)
Nicht thermisch behandelt
Thermisch behandelt
Nicht thermisch behandelt
Thermisch behandelt
TEAK
1
---
10,5
---
BUCHE
5
1
11,5
4,0
ESCHE
5
1
11,0
4,0
EICHE
2
Noch keine wissenschaftlichen Werte
13,0
4,8

1= Einteilung der Dauerhaftigkeitsklassen nach DIN 350-2; 2= Zuordnung der Holzarten nach DIN 250-2; 3= ca. Werte

Unbehandeltes Lärchenholz befindet sich in der Klasse 3 - 4. Fichte in der Klasse 4.
Klasse
Definition
Lebenserwartung unter gemäßigten Klimabedingungen
Lebenserwartung unter tropischen Klimabedingungen
1
Sehr dauerhaft
Über 25 Jahre
Über 15 Jahre
2
Dauerhaft
15 bis 25 Jahre
10 bis 15 Jahre
3
Mäßig dauerhaft
10 bis 15 Jahre
5 bis 10 Jahre
4
Wenig dauerhaft
5 bis 10 Jahre
2 bis 5 Jahre
Bevorzugte Einsatzgebiete !
Fassadenelemente Gartenmöbel Terrassenböden und Holzfliesen Fenster und Fensterläden Außentüren Pergolen Windschutzelemente Schallschutzwände Spielgeräte für Spielplätze Fußböden Möbelbau Täfelungen Deckenbekleidungen Sauna und Bad